Frühkindliche nicht gehemmte Reflexe sind automatisch ablaufende Bewegungen, die vom Gehirnstamm gesteuert werden und eine wichtige Rolle in der frühen Entwicklung des Kindes spielen. Diese persistierenden Reflexe helfen dem Kind, auf seiner Umwelt zu antworten und zu reagieren. Sie entstehen bereits im Mutterleib und sind vorübergehend aktiv, um bestimmte Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Sobald diese Reflexe ihre Funktion erfüllt haben, sollten sie durch den nächsten Reflex gehemmt und integriert werden.
Komplikationen treten auf, wenn diese Reflexe nicht vollständig gehemmt und integriert werden, was zu Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen führen kann. Persistierenden Reflexe können auch im späteren erwachsenen Leben noch aktiv bleiben, die natürliche Entwicklung und das Lernen beeinträchtigen, zu Krankheiten und Burn out führen.
Die Entwicklung des Gehirns folgt einer bestimmten Reihenfolge. Zuerst werden grundlegende Wahrnehmungsfähigkeiten im Stammhirn entwickelt, dann folgt die Motorik im Kleinhirn, danach kommen die Emotionen im Limbischen System und schließlich das kognitive Denken im Neokortex.
Die Auswirkungen persistierender Reflexe auf das Lernen und Verhalten können vielfältig sein. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Die Reflexintegration dient dazu, die nicht gehemmten Reflexe in den normalen Entwicklungsprozess zu integrieren. Dies erfolgt durch gezielte Übungen, die mit dem Klienten durchgeführt werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Reflexe auch im Erwachsenenalter noch integriert werden können !
Verbesserung der motorischen Koordination
Steigerung der Konzentration und Aufmerksamkeit
Förderung einer gesunden Körperwahrnehmung und Bewegungsfähigkeit
Reduktion von Stress und Ängsten
Verbesserung der Lern- und Denkfähigkeiten
Förderung des Selbstwertgefühls und der emotionalen Stabilität